• Media Education/Media Ethics Summit: Ethics Beyond Gameplay – Politics, Economy, Society

    English

    To be announced.

    German

    Digitale Spiele nehmen immer mehr Zeit im Alltag von immer mehr Menschen ein. Unterstützt wird dies durch den anhaltenden Trend hin zur Mobilisierung des Spielens und die Etablierung von Social und Casual Games mit vergleichsweise einfachen Benutzeroberflächen. Die digitale Spieleindustrie zählt schon seit einigen Jahren zu den umsatzstärksten Branchen der Kultur- und Kreativwirtschaft. Auch im gesellschaftspolitischen Diskurs werden digitale Spiele immer häufiger verhandelt – abseits von Gewalt- und Suchtdebatten. Neben der Unterhaltungsfunktion rücken dabei immer mehr auch die Informations- und Bildungspotentiale in den Vordergrund. Begleitet werden all diese Entwicklungen stets von ethischen Fragestellungen: Wie wird international reguliert, wer was spielen darf? Inwiefern verändern sich der Mensch und das menschliche Zusammenleben, wenn ein stetig wachsender Teil der Freizeit mit digitalen Spielen verbracht wird? Wie begegnen sich Spielende in den verschiedenen On- und Offline-Communities und welche sozialen und kulturellen Praktiken formen sie dabei aus? Welche Menschen werden über Spiele erreicht? Diese Fragen sind gleichermaßen unter Bildungsaspekten relevant – wie auch die Folgenden: Unterstützen Spiele per se die Exploration des Selbst oder tragen sie vielleicht doch eher zur Reproduktion von sozialen Ungleichheiten bei? Welche Einsatzmöglichkeiten von digitalen Spielen in Bildungskontexten bieten sich an? Und welche neuen Herausforderungen stellen die neuen Technologien (VR) an die Spielenden?  Darüber hinaus gilt es zukünftig vermehrt auch die Bedingungen in den Blick nehmen, unter denen Spiele hergestellt und vertrieben werden. Wie produziert die Spieleindustrie? Wie gestaltet sich das Verhältnis zwischen Produzierenden und Konsumierenden?

    Diesen und anderen Fragen soll auf der Clash of Realities 2017 im medienpädagogischen Summit „Ethics Beyond Gameplay – Politics, Economy, Society“ nachgegangen werden. In diesem Jahr sollen demzufolge ethisch-moralische Fragestellungen aus der digitalen Spielekultur Im Mittelpunkt stehen, die sich abseits von reinen Spielinhalten ergeben und vielmehr politische, wirtschaftliche und andere gesellschaftliche Aspekte thematisieren.